Jay J. Kazahara
Skulpturen

Aktuelles

beim Plasmaschweissen


25.9.2020

Momentan tobe ich mich eher in fachfremden Bereichen aus, merke dabei, dass alles Kunst ist. Für eine eigene Skulptur hat die Zeit aber noch gereicht. Meine neue Werkstatt brauchte einen guten Geist. Direkt für diesen Platz gefertigt und im Ceramik-Atelier gebrannt. Da deren Ofen etwas zu klein ist wurde die Figur geteilt und nach dem Brand zusammengeklebt.

 

guter Geist

 

 

6.12.2019

Im Ceramic-Atelier ist die Idee entstanden, eine Krippe zu modellieren. Den größten Teil der Arbeit habe ich dort (vor Publikum) absolviert. Für die Feinheiten brauchte ich aber meine Nachtschichten mit entsprechender Ruhe und habe sie mit in mein Atelier genommen.

Geborgenheit

 

 

 

 

21.10.2019

 

Hier nun der fertige Wasserspeier, gegossen mit Vergussmörtel

 

Wasserspeier

 

5.8.2019

Gebrauchskunst macht Spaß

Da mir jemand einen Floh ins Ohr gesetzt hat und meinte, an den Wasserhahn am Haus müsse unbedingt ein Wasserspeier und ich könne das ja wohl, musste ich handeln. Die Überlegungen haben länger gedauert als das Modellieren selbst. Jetzt folgt das Anfertigen einer Silikonform und der Guss in Beton. Da bin ich noch gespannt wie das klappt.

 

Wasserspeier

 

14.1.2019

Gebrauchskunst

Momentan bleibt mir nicht sehr viel Zeit für die Kunst, daher habe ich mich im handwerklichen Bereich etwas ausgetobt und mal etwas "Gebrauchskunst" gemacht. Aufgebaut auf einer Rigipsplatte, mit Gewebe armiert, welches ich auf die Platte getackert habe und mit vielen Gipsschichten aufgebaut und geschliffen.

 

Blumen aus Gips

 

12.7.2018

Eröffnung des "Studios 58" in Wiesloch

Franzisca und Ralf haben in Wiesloch (Lempenseite 58) ein neues Studio für Parkett und Kunst eröffnet. Aus diesem Anlass sind derzeit einige Arbeiten von mir dort ausgestellt.

 

 

22.4.2018

"Aviator"

Dass das Modellieren mal der einfache Teil einer Skulptur werden könnte, habe ich mir bisher auch nicht vorstellen können. Seit gestern weiß ich das aber.

Die Vorbereitung der Schweißarbeit hat mich viel Zeit am Computer gekostet. Verrückterweise bin ich auf der Suche nach Ideen für eine Schablone in Mittelalter- Steampunk- und Babyforen gelandet. Man kann nun berechtigterweise fragen, was diese drei Gebiete gemeinsam haben: Die "Fliegerkappe" findet ihre Urform in einer Mittelalterhaube. Auf jeden Fall wird in sämtlichen Genres darüber gefachsimpelt, wie man an der Nähmaschine zu einem brauchbaren Ergebnis kommt. Das hat mir nur bedingt weitergeholfen, zumal die Nähmaschine und ich eine nicht zu übertreffende Feindschaft pflegen, aber anhand einiger Schnittmuster konnte ich diverse Pappmodelle basteln, um dann festzustellen, dass das so alles nicht geht, weil Blech (oder in der Modellphase Pappe) eben einfach seine eigenen Regeln zur Biegsamkeit hat.

Beim Schweißen des "Helmes" habe ich dann noch gelernt, dass Edelstahl nicht unbedingt das geeignetste Material für meine Ideen ist. Nun, es ging, war aber nicht so einfach wie ich mir das vorgestellt hatte, weil das Material sehr schnell schmilzt (weil man es eigentlich auch lötet). Was mich an solchen Erfahrungen aber immer wieder begeistert, ist die Tatsache, dass sich aus vermeintlichen Problemen und Kompromissen neue kreative Lösungen ergeben. mit denen ich am Ende immer einverstanden bin.

Flieger

 

 

3.2.2018

Statik und Kompromisse

 

"Die Notwendigkeit schafft die Form" (Wassily Kandinsky). Hinter dieser Aussage verbergen sich viele Wahrheiten. Bei der aktuellen Arbeit musste ich das wortwörtlich auffassen.

So ist die Frage nach dem Material, mit dem man arbeitet, nicht zu vernachlässigen. Bei dieser Skulptur musste ich, da es unbedingt Ton und nicht Bronze sein sollte, zahlreiche Kompromisse in der Gestaltung eingehen, damit es nicht zu statischen Problemen kommt. Das Arbeiten war wieder ein sehr dynamischer Prozess, die Skulptur hatte wieder ihr Eigenleben. Und wie häufig hat letztendlich der Faktor Zeit und damit verbunden trocknender Ton einen Einfluss gehabt. Wenn man es so betrachtet, spricht alles gegen das gewählte Material, dennoch hat Ton seinen Reiz. Ich bin gespannt, wie sich der Paperclay beim Brennen verhält (vielen Dank an das Ceramic-Atelier). Angeblich erlangt er eine korallenartige Struktur und wird dadurch stabiler und leichter.

 

ein junge namens kraehe

 

 

8.1.2018

Schnelle Arbeit und Resteverwertung

 

Heute mal eine sehr schnelle Arbeit. Der rote Ton musste weg. Da mir die Schamotte zu groß sind, möchte ich ihn nicht so häufig verwenden. Wahrscheinlich hat die grobere Eigenschaft des Tons mein Arbeitstempo beschleunigt. Für zarte Details ist das Material einfach nicht ausgelegt. Auf ein Aushöhlen habe ich verzichtet. Ich hoffe, das rächt sich nicht beim Brennen.

 

 

 

30.12.2017

Agape

Die aktuelle Skulptur geistert schon seit geraumer Zeit durch meine Gedanken. Richtig Form hat sie wohl aber erst nach der Scheckübergabe in den Räumlichkeiten des Wieslocher Hospizes "Agape" angenommen. In der Altgriechischen Sprache gibt es verschiedene Bezeichnungen für "Liebe". Während "Agape" in der religiösen Welt im Sinne von "Nächstenliebe" verwendet wird, finde ich, dass folgende Erklärung den Begriff noch ausweitet und genau das anspricht, was mich umtrieb: "Agape ist anders. Agape hat nichts mit Zuneigung oder beisammen sein wollen zu tun. Agape wächst nicht und sie ist auch nie zu Ende. Sie ist bedingungslos und unauflöslich. >Das gibts doch nicht im wirklichen Leben, höchstens in Büchern!< werden viele sagen. Dennoch ist das Liebe, nach der sich jeder sehnt." (http://www.seele-verstehen.de)

 

Agape

Ich hoffe nun die Skulptur trocknet rissfrei, dann kann sie ins Ceramic-Atelier nach Heidelberg zum Brennen.

 

 

24.11.2017

Hospizhilfeverein

MENSCH SEIN, KÜNSTLER SPENDEN FÜR HOSPIZHILFE

Initiiert von der Malerin Francisca da Nascimento-Ohlsen fanden sich acht bildende Künstlerinnen und Künstler zusammen, um für eine Spendenaktion zu Gunsten der Ökumenischen Hospizhilfe Südliche Bergstrasse e.V. eine Portraitaktion unter dem Motto Mensch sein zu starten. Interessierte Bürgerinnen und Bürger konnten sich malen oder fotografieren lassen. In einer Ausstellung im Juli wurden die Arbeiten präsentiert. In der vergangenen Woche wurde die Spende in Höhe von 1.547 Euro übergeben. Marion Poletin, Stellvertretende Leiterin der ÖHH, bedankte sich auf das Allerherzlichste. Sie betonte wie wichtig Spenden seien, vor allem um in Fort- und Weiterbildung der Hospizbegleiter(innen) investieren zu können. Vorstandsmitglied Patricia Schaidhammer zeigte sich nicht nur von der Spende selbst, sondern auch von der Idee, eine derartige Aktion ins Leben zu rufen, sehr begeistert.

Bei der Spendenübergabe waren einige der Künstler vertreten. Vordere Reihe von links: Patricia Schaidhammer, Francisca da Nascimento-Ohlsen, Michael Benz, Marion Poletin,. Hintere Reihe: Birgit Weigelmann, Jana Preine, Michael Krause, Gerhard Hampel

https://hospizhilfe.info/mensch-sein-kuenstler-spenden-fuer-hospizhilfe/

 

 

27.08.2017

Lachen hat zwei Gesichter

Die letzten Wochen habe ich an einer neuen Tonfigur gearbeitet. Thema, die Gegensätze der Emotionen, echtes Lachen und eine Situation zum Heulen. Besonders wichtig war es mir herauszuarbeiten, dass ein Lachen erst in den Augen zu einem Lachen wird. Wenn alles getrocknet ist, werde ich das Ceramic-Atelier in Heidelberg wieder bitten, es zu brennen. Letztes Mal hat das sehr gut geklappt.

 

you can´t make me smile

 

30.07.2017

Wörtlich

"Tickle me pink" ist nun endlich gegossen und patiniert. Wie schon erwähnt, hat sich die Idee beim Hören des gleichnamigen Songs von Johnny Flynn bei mir festgesetzt, obwohl ich gerade andere Pläne hatte. Allerdings hat sich das Thema verselbständigt und hat mit dem Songtext nur den Titel gemein. Wie man hoffentlich ahnt, geht es mir um die Unzulänglichkeiten der Kommunikation, deren Opfer ich häufiger bin. Ist es nicht wunderbar, wenn man da seinen Helden zum Täter werden lassen kann?

 

tickle me pink

 

17.06.2017

Ausstellung: Mensch(sein)

MenschseinMenschsein Programm

 

 

19.04.2017

Während ich auf die Portraitaufträge für die kommende Ausstellung warte, drängten sich mir noch zwei weitere Skulpturen auf. Die Tonarbeit geht diese Woche ins Ceramic-Atelier nach Heidelberg zum Brennen. Ich bin gespannt, ob alles heil bleibt und ob sich der zusätzliche Aufwand, den ich durch das Aushöhlen und das besonders-sorgfältig-Arbeiten hatte, auch wirklich lohnt.

und der Wind erzaehlt von Liebe

 

Ich kann gar nicht sagen, wie ich zu der Idee für diese Skulptur gekommen bin. Da wollte einfach etwas dargestellt werden. Klar war, die männliche Figur sollte etwas Ätherisches, Flüchtiges bekommen. Gar nicht so einfach umzusetzen, wenn man mit einem doch sehr erdigen Element wie Ton arbeitet.

 

Die zweite Skulptur ist noch nicht reif fürs Foto, was an meinen mangelnden Fähigkeiten als Fotograf liegt. Es wird eine Bronze aus der "Freunde"-Serie und die Idee überkam mich, als ich einen Song von Johnny Flynn hörte: "Tickle me pink", was ich auf meine Weise umgesetzt habe. Das Ganze kam heute in die Gießerei.

 

 

Vorankündigung: Benefizausstellung "Mensch(sein)"

 

Vernissage am 01.07.2017 um 16.00 Uhr, Ludwig-Wagner-Straße 25/1 in Wiesloch/Frauenweiler

In der KuPa-Halle Wiesloch Frauenweiler findet dieses Jahr vom 01.07- 09.07. die 2. Benefizausstellung mit dem Titel "Mensch(sein)" statt. Die Schirmherrschaft übernimmt wieder Prof. Dr. Lars Castellucci, MdB.

Verbunden wird die Ausstellung mit einer Aktion, bei der Besucher im Vorfeld Portraits in Auftrag geben können. Es können eigene Portraits bestellt werden oder aber auch von Familienmitgliedern, Freunden, Bekannten - Menschen, die einem nahe stehen und wichtig sind im Leben. Dies könnte auch eine schöne Geschenkidee sein.

Die Auftraggeber können hierfür Fotos an folgende Adresse einsenden:

 

kupahalle@gmail.com

Das Organisationsteam leitet die Fotos an die teilnehmenden Künstler weiter. Die entstandenen Kunstwerke werden vom 1.7-9.7. in der KuPa-Halle ausgestellt und können während der Ausstellungsdauer erworben werden 50 Prozent des Verkaufserlöses werden von den Künstlern gespendet. Der Spendenerlös geht dieses Jahr an die ökomenische Hospizhilfe Wiesloch. Während der Ausstellungsdauer sind verschiedene (Mitmach-)Aktionen bzw. Programmpunkte geplant.

Teilnehmende Künstler sind u.a.: Jana Preine (kazahara), Klaus Odenwald, Beate Eichmeyer, Genia Ruland, Francisca Nascimento Ohlsen, Gerhard Hampel, Michael Benz

weitere Infos folgen

 

 

 

22.03.2017

Eine neue Skulptur ist in Arbeit. Das Ergebnis lässt noch ein ganz klein wenig auf sich warten.

Kazaharas Hand

 

 

12.05.2016

Das Eigenleben meiner Skulpturen

 

Ja, in der Tat glaube ich sehr häufig, dass ich nicht immer die Hauptrolle bei meinen Skulpturen spiele. Von daher ist ja auch der Künstlername mehr als berechtigt, denn anscheinend gibt es da eine andere Instanz, die das Regime übernimmt. Wenn ich zu verkopft an eine Arbeit herangehe, stellt sich keine Zufriedenheit ein. An die aktuelle Arbeit bin ich sehr planlos herangegangen. Ich war ziemlich ratlos, wo die Reise wohl hinführen würde. Am Abend hatte ich einen Kopf geformt, von dem ich aber immer noch nicht wusste, ob er zu einem Mädchen oder einem Jungen gehören würde. Erst der Anruf von meiner Mama: "Glückwunsch, es wird ein Mädchen!" hat mir etwas auf die Sprünge geholfen. Ich kam einigermaßen gut voran. Ein Thema fühlte ich in mir. Irgendwann glaubte ich dann fertig zu sein (Feinarbeiten sind in diesem Stadium immer ausgenommen). Zufrieden war ich nicht, wagte aber keine drastischen Veränderungen mehr. Mir war alles zu hübsch, zu belanglos und ich plante weitere Änderungen. Nach einem Tag Pause wurde mir die Entscheidung von der Skulptur selbst aus der Hand genommen. Sie war sehr dramatisch verändert. Teile waren tief eingerissen, hatten sich gelöst, obwohl ich glaubte, dieses Mal im Vorfeld wirklich alles bedacht zu haben. Es hätte eigentlich  ausnahmsweise mal keine Katastrophe passieren dürfen. Ich bin inzwischen so weit, dass ich solche Situationen als Chance begreife. Es war immer ein Gewinn! In einem solchen Fall entfernt man die zuvor störende Armatur, verändert die Körperhaltung, hat plötzlich den ganzen Kopf in der Hand ... und am Ende ist man einfach zufrieden und freut sich, dass man von der Skulptur genötigt wurde. Ich finde es beinahe magisch, dass mir am Vortag ein Freund schrieb, als ich ihm mitteilte, dass ich noch viel verändern müsse, weil ich sehr unzufrieden sei, dass ich einfach geschehen lassen solle, was die Skulptur verlange. Die hätten durchaus ihr Eigenleben. Das haben sie, auch wenn ihr jetzt denkt, ich sei bekloppt. Das bin ich ohnehin: manisch-kreativ.

 

 

29.4.2016

manisch kreativ?

 

Etliche Male hatte ich mir vorgenommen, die Pinsel und Pastellkreiden wegzupacken, das Ergebnis : fünf weitere Phosphorbilder. Ich habe versucht, wie weit ich Wiederholung ertrage, und ob man immer variieren muss. Muss man nicht, aber es erfüllt mich mehr. Technisch habe ich auf jeden Fall profitiert. Es gab immer weniger Katastrophen. Es ist Zeit für eine Skulptur.

 

 

15.4.2016

Die Ausstellung "Heimat" läuft noch bis zum 17.4.2016. Francisca Do Nascimento Ohlsen hat in Wiesloch ein richtiges Kulturfestival hochgezogen. Ich bin fast jeden Tag vor Ort. Vielleicht fehlt mir deshalb ein wenig die Energie für eine neue Skulptur. Da ich unter Schaffenszwang leide, ist ein weiteres "Phosphor" - Bild entstanden.

1.4.2016

Von mir aus kann´s losgehen. Die Ausstellung steht. Heute war sechsstündiger Aufbaumarathon.

 30.3.2016

Ankündigung:

Vom 8.-17.4. bin ich in Wiesloch zusammen mit vielen tollen Künstlern bei der Ausstellung "Heimat - Kunst für den Frieden" zu sehen.

29.3.2016

Eigentlich wollte ich modellieren, aber eine fixe Idee hat mich verfolgt. Acryl- Pastellmischtechnik, Titel "Phosphor"

Mein Skizzenbuch füllt sich:

31.1.2016

Nach der Ausstellung "Kunst trifft Druck" habe ich im Sommer noch an "Luna", "In den Seilen" und "Nienkes Metamorphosis"gearbeitet. Im Winter sind dann "nur" ein paar kleine Specksteinformen entstanden. Diese Arbeit war mehr, um meine Hände beschäftigt zu wissen, als ein konkretes Ziel zu verfolgen. Besonders froh war ich deshalb, als ich endlich angefangen habe an einer neuen Bronze zu arbeiten.Die Arbeit an den abstrakten und den konkreten Formen unterscheidet sich nicht nur im handwerklichen Bereich sehr stark. Bei ersteren stellt sich ein ganz anderes Gefühl während des Arbeitsprozesses ein. Die Gedanken sind einfach nur auf die Form, das Harmonische, Konkav oder Konvex gerichtet. Die emotionale Auseinandersetzung erfolgt viel stärker an den figürlichen Bronze- oder Tonarbeiten. Wobei es auch da immer um Formen wie Konkav und Konvex geht, aber das nur als Begleiterscheinung, nicht als Hauptthema.
Anstelle von Wachs habe ich für die neue Arbeit eine andere, für mich unvertraute Modelliermasse ausprobiert, die im Ofen ausgehärtet werden kann. Ich habe mir einige Vorteile davon versprochen, die sich aber rückblickend als Nachteile erwiesen haben. So ist beim Ausbacken eine Stütze wirklich überall notwendig, damit nichts verformt, was ich mit Schrecken beobachten, aber nicht mehr ändern konnte. Das Spielen mit den Körperhaltungen ist später auch nicht mehr möglich. Man muss sich wirklich entschieden haben, was für mich ein Ding der Unmöglichkeit ist, da ich mich erst sehr spät festlege und das Ausbacken war als ein Zwischenstadium gedacht. Ich bin gespannt, was die Gießerei daraus macht.
Ich fürchte, die werden mal wieder vor eine große Herausforderung gestellt werden.

 

Kleiner Nachtrag (2.8.2017)

" >>Immer nur Pech. So als würde ich ständig von einem bösen Wind getrieben werden.<<

>>Der Wind kann seine Richtung ändern.<<

>> Glaubst du das wirklich?<<

>>Klar, irgendwann macht er das.<<

Sie schwieg einen Augenblick lang. Rasch versickerten meine Worte in der Wüste dieses trockenen Schweigens, und es blieb nur noch ein bitterer Geschmack in meinem Mund.

>>Ich habe immer wieder versucht so zu denken. Aber es ist jedes Mal schiefgelaufen. Ich habe versucht jemanden zu lieben, versucht, mehr Geduld zu haben. Aber...<<

Wir umarmten uns und sagten nichts mehr." (aus Haruki Murakami , "Wenn der Wind singt")

 

Sehr häufig ist es so, dass ich etwas lese oder höre und dann habe ich die Idee zu einer Skulptur. In diesem Fall war ein Gefühl auch ohne den passenden Text präsent. Aber wenn ich, wie in diesem Fall, im Nachhinein auf einen passenden Text stoße, bin ich sofort mit der Skulptur verbunden.

modell sturm für Gießerei 

Herbst 2015

Ich betrete Neuland. Ich spielte im Herbst ein wenig mit Pastellkreiden herum und war gar nicht mal so unzufrieden. Vorher hatte ich schon begeisterte Stunden mit Polychromos zugebracht. Die Pastelle sind sehr dankbar, verzeihen das Unvermögen des Handhabenden und machen eine riesige Sauerei im Atelier. Ich kann nicht arbeiten, ohne dass man mir das später ansieht. Hier zwei Ergebnisse:

Ich bin gefragt worden, ob ich eine Seite für ein Kinderbuch gestalten möchte und ich fand das Projekt sehr interessant. Ich bekam lediglich das Thema genannt, extra keinen Inhalt, um wirklich die Kernaussage zu treffen. Anfangs fand ich das sehr gewagt, wollte ich doch wissen, wer der Held der Geschichte ist, was er erlebt und bekam nur den Arbeitstitel "Begrenzung und Freiheit - dargestellt durch Licht". Diese engen Grenzen haben, nach anfänglicher Hilflosigkeit, wie schon in anderen Situationen meine Kreativität beflügelt. Das Ergebnis seht ihr unten. Den Text kenne ich bis heute nicht, der Autor sagt jedoch, ich hätte genau das getroffen, was er aussagen wollte. Touchee?

 

 

 

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